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Immobilienverkäufer sind verpflichtet, ehrlich zu sein

Wer seine Immobilie verkaufen möchte, muss ehrlich sein und darf Interessenten etwaige Mängel nicht verschweigen. Das entschied nun das OLG Koblenz in einem aktuellen Urteil (Az. 10 U 755/14), wie die Bausparkasse Schwäbisch Hall meldet. Im vorliegenden Fall ging es um ein vermietetes Einfamilienhaus, das von Schimmelbefall betroffen war. Nachdem der Verwalter eine Firma zur Beseitigung des Problems beauftragt hatte, traten die Symptome allerdings wieder auf. Als der Insolvenzverwalter einen potenziellen Käufer für das Haus gefunden hatte, sagte er von der misslungenen Sanierungsaktion allerdings nichts. Schon bald nach Abschluss des notariellen Kaufvertrags stellte der neue Eigentümer die Mängel selbst fest und verklagte den Verkäufer auf Schadenersatz für die Kosten weiterer Sanierungsmaßnahmen. Die Koblenzer Richter entschieden, das Nichtinformieren des Verkäufers sei arglistige Täuschung.

"Der Tatbestand der Arglist bezieht sich übrigens nicht nur auf eine eindeutig betrügerische Absicht“, erläutert Schwäbisch Hall-Rechtsexperte Stefan Bernhardt die Leitsätze des Urteils, "sondern auch auf den bedingten Vorsatz eines 'Fürmöglichhaltens‘ oder 'Inkaufnehmens‘. Im Klartext: Jedes Detail, dass der Verkäufer eines Hauses oder einer Wohnung unter den Tisch fallen lässt, weil er fürchtet, bei Offenlegung könnte ein potenzieller Käufer einen Rückzieher machen, kann ihm als arglistiges Verschweigen ausgelegt werden –mit teuren Folgen.“

Foto: Michael Grabscheit /pixelio.de


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